Kopf
Titel Wohnraumförderung Abbildung: © Herbert Fiedler 2008

Praxishandbuch Wohnraumförderung und Klimaschutz
Günstige Förderkredite für alle, die
- Kaufen
- Bauen
- Renovieren
- Sanieren

Plus Sonderteil SOLAR-STROM ERZEUGEN

Erstauflage 2008, 40.000 Exemplare
Diverse Regionalausgaben
Paperback A4, 179 Seiten

Herausgeber und Verlag:
CRM-Solutions und Database-Services GmbH
Melscher Straße 1
04299 Leipzig

Idee/Redaktion/Text/Gestaltung:
Herbert Fiedler

Neubau mit Paar So sparen Sie Zinsen...

Staatliche Wohnbauförderung hat in Deutschland lange Tradition: Nach dem 2. Weltkrieg galt es, für Millionen von Ausgebombten und Vertriebenen schnell und günstig ausreichend neuen Wohnraum zu schaffen. Damals war die Geburtsstunde der Kreditanstalt für Wiederaufbau und ihre zinsgünstigen Darlehen waren jahrzehntelang das Rückgrat des Sozialen Wohnungsbaus.

Heute haben sich die Motive für die Staatliche Wohnbauförderung stark verändert. Zwar ist die Schaffung privaten Wohnbesitzes noch immer einer ihrer wesentlichen Bestandteile. Doch im Zeichen der inflationären Entwicklung auf dem Heizkostensektor, der absehbaren Verfügbarkeit fossiler Ressourcen und vor allem des sich abzeichnenden Klimawandels als Folge ungebremster CO²-Emissionen, liegt der Schwerpunkt der gegenwärtigen Ordnungspolitik eindeutig auf der – buchstäblichen – Eindämmung des Ausstoßes von Treibhausgasen.

So verpflichtet als erstes Bundesland Baden-Württemberg seine Häuslesbauer, beim Einbau neuer Heizungen in Neubauten und im Bestand, mindestens 10% des Energiebedarfs aus nachwachsenden Rohstoffen zu decken und die Bundesregierung pumpt bis 2009 insgesamt 5,6 Milliarden Euro alleine in die energetische Gebäudesanierung.

Die Energie-Einsparverordnung (EnEV) in ihrer Fassung von 2007 hat die Meßlatte für die energetische Ausstattung von Wohngebäude noch einmal höher gelegt. Und der ab 2008 für Eigentumswohnungen und Wohngebäude obligate Energiepass, der Mietern und Käufern Aufschluss über die energetische Qualität einer Immobilie geben soll, wird die Formel „Energieeinsparung + Heizkostenersparnis = Minderung der Umweltbelastung“ noch stärker ins Bewusstsein rücken:

Die Heiz- und Warmwasserkosten sind bei weitem die größten Posten bei den Wohnnebenkosten. Durch Modernisierung der Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster, Wärmedämmung von Außenwänden, Kellerdecken und Dächern lassen sich erhebliche Mengen an Energie und damit auch an Nebenkosten einsparen. Alleine die konsequente, lückenlose Dämmung eines Hauses kann den Energiebedarf um ein Drittel bis zur Hälfte senken.

Der Bestand an Wohngebäuden in Deutschland wird auf rund 17,3 Millionen beziffert. Etwa 73 Prozent davon wurden vor 1978 – dem Wirksamwerden der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet. Der energetische Sanierungsbedarf in der Bundesrepublik ist also gewaltig!

Und Bauherrn wie Besitzer von Bestandsimmobilien sind gut beraten, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen. Bereits seit einigen Jahren vollzieht sich ein merkbarer Wandel auf den Immobilienmärkten: Das Käuferpublikum wird zunehmend kritisch und Gebäude mit hohem Sanierungsbedarf vor allem in energetischer Hinsicht, werden immer schwerer verkäuflich oder müssen massive Einbußen bei der Kaufpreiserwartung hinnehmen.

Es lohnt sich also mehr denn je, in den Werterhalt einer Wohnimmobilie zu investieren bzw. beim Neubau bereits die gesteigerten Qualitätsnormen zu berücksichtigen!

Planung


Bund und Länder fördern gezielt mit günstigen Krediten

Wer sich heute mit dem Erwerb, dem Bau oder der Sanierung einer Immobilie konfrontiert sieht, steht einem Investitionsbedarf gegenüber, der seit der Einführung des Euro exorbitant gestiegen ist: Die Handwerkerkosten sind in den letzten Jahren explodiert, die Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % hat die Material- und Arbeitskosten in die Höhe getrieben, die wachsenden Anforderungen an Wohnqualität und gestiegene energetische Standards machen das Bauen und Sanieren so teuer wie noch nie.

Um dennoch Anreize zu schaffen, überbieten sich Bund und Länder mit einer bunten Palette günstiger Kredit-Angebote und Förder-Zuschüssen. Vor dem Hintergrund steigender Baugeld-Zinsen lohnt es sich mehr denn je, diese Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten und in die Budgetplanung mit einzubeziehen!

Wer allerdings einsteigt in dieses Thema und sich über das Angebot, die Konstellationen und die individuell günstigste Finanzierung für sein Vorhaben informieren will, sieht sich schnell in einem nicht zu überblickenden Dschungel verirrt, aus dem ihm selbst die Experten nur schwer heraushelfen können:

Architekten, Energieberatern und Sachverständigen fehlen meist die aktuelle Kenntnis der unterschiedlichen Programme und ihrer sich oft schnell ändernden Details. Ähnlich ergeht es Interessenten bei den Banken, die in der Regel vorgeschaltet werden müssen, um die Förderung zu beantragen und im Fall der Genehmigung die Finanzierung abzuwickeln: Hier kommt zur teilweisen Unkenntnis über Programminhalte und -verfahren oft das Bemühen dazu, statt der günstigen staatlichen Förderung die eigenen Kredite und Darlehen zu lancieren.

Das Fazit: Wer die Chance haben will, sein Projekt zinsgünstig und optimal aus den verschiedenen öffentlichen Töpfe zu finanzieren, sollte sich selbst kundig machen und bestens präpariert mit einem bis ins Detail ausgearbeiteten Finanzierungsplan zu den Finanzierungsgesprächen mit der Bank seiner Wahl erscheinen: Die Aussicht auf Erfolg und eine wirklich optimale Finanzierung zahlen sich aus!